Biographie
„Daniel Raiskin ist ganz eindeutig ein Musiker mit einer ausgeprägten Sensibilität, der sein Handwerk bestens versteht, vielleicht ein weiteres Beispiel für ein letztes großes Geschenk der alten Sowjetunion mit der Strenge und Genauigkeit ihrer Dirigierschulen.“
Daniel Raiskin hat sich mit seiner künstlerisch unverwechselbaren Handschrift zu einem der anerkanntesten Dirigenten seiner Generation mit einem breit gefächerten Repertoire und dramaturgisch anspruchsvollen Programmen entwickelt. Er wuchs als Sohn eines Musikwissenschaftlers in St. Petersburg auf und studierte dort an der renommierten Hochschule sowie in Amsterdam und in Freiburg. Raiskin widmete sich zunächst der Bratsche und begann zugleich die Ausbildung zum Dirigenten bei Lev Savich. Weitere wichtige Impulse erhielt er von seinen Lehrern Milan Horvat, Mariss Jansons, Neeme Järvi, Woldemar Nelson und Jorma Panula.
Daniel Raiskin ist Musikdirektor beim Winnipeg Symphony Orchestra, Chefdirigent und Musikdirektor des Janáček Philharmonic Orchestra in Ostrava, sowie Erster Gastdirigent beim Belgrade Philharmonic Orchestra und der Slowakischen Philharmonie in Bratislava.
In der Saison 2026/27 führen ihn Tourneen mit dem Janáček Philharmonic Orchestra nach Amsterdam und Bratislava. Daniel Raiskin gastiert regelmäßig bei namhaften Orchestern wie der Hong Kong Sinfonietta, dem Indianapolis Symphony Orchestra, Jerusalem Symphony, Naples Philharmonic Orchestra, National Symphony Orchestra Taiwan, Orchestre National de Belgique, Orchestre National de Lyon, Residentie Orkest, der Sinfonia Varsovia, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Swedish Chamber Orchestra, Vancouver Symphony sowie dem Warsaw Philharmonic Orchestra. Raiskin war Chefdirigent bei der Artur-Rubinstein-Philharmonie in Lódz, Slowakischen Philharmonie in Bratislava, Rheinischen Philharmonie Koblenz sowie Erster Gastdirigent beim Belgrade Philharmonic Orchestra und beim Orquesta Sinfónica de Tenerife.
Im Opernbereich widmete sich Daniel Raiskin zum Beispiel Produktionen wie Carmen, Dimitri Schostakowitschs Die Nase und Mozarts Don Giovanni. Außerdem dirigierte er die Slowakische Philharmonie auf Tourneen in Japan, Südkorea und Spanien und die Janáček Philharmonic Orchestra in Großbritannien und im Concertgebouw Amsterdam.
Raiskin engagiert sich zudem unermüdlich dafür, sein Wissen und seine Leidenschaft mit jungen Musikern auf der ganzen Welt zu teilen. Daher widmet er sich regelmäßig der Arbeit mit Jugendorchestern, unter anderem in Deutschland, Estland, Island, Kanada und den Niederlanden.
Seine Arbeit führt ihn regelmäßig mit bedeutenden Solisten zusammen, darunter Emanuel Ax, Rudolf Buchbinder, Cameron Crozman, Xavier de Maistre, Renée Fleming, Nelson Freire, Martin Fröst, Alban Gerhardt, Vadim Gluzman, Natalia Gutman, Daniel Hope, Kari Kriikku, Simone Lamsma, Lang Lang, Dejan Lazić, Francois Leleux, Jan Lisiecki, Alexei Lubimov, Tatjana Masurenko, Albrecht Mayer, Daniel Müller-Schott, Olli Mustonen, Julian Rachlin, Benjamin Schmid, Julian Steckel, Anna Vinnitskaya, Lukáš Vondráček und Alexei Volodin.
Zu seiner umfangreichen Diskografie gehören jüngste Einspielungen von Schostakowitschs 6. und 9. Sinfonie mit dem Janáček Philharmonic Orchestra (Challenge Classics), die großen Anklang in der internationalen Presse fanden. Darüber hinaus hat er einen Louis Glass Symphoniezyklus sowie einen Konzertzyklus mit allen Konzerten und Rhapsodien von Aram Khachaturian (CPO), Lutosławskis Vokal-Instrumentalwerke (Dux) sowie die Aufnahme der Welturaufführung von Alexandre Tansmans Isaïe le Prophète und Psaumes (World Premiere Recordings) realisiert. Die Einspielung der Cellokonzerte von Korngold, Bloch und Goldschmidt mit Julian Steckel (AVI) wurde mit dem Echo Klassik 2012 ausgezeichnet.