Biografie

“Daniel Raiskin ist ganz eindeutig ein Musiker mit einer ausgeprägten Sensibilität, der sein Handwerk bestens versteht, vielleicht ein weiteres Beispiel für ein letztes großes Geschenk der alten Sowjetunion mit der Strenge und Genauigkeit ihrer Dirigierschulen.“ (David Gutman, Gramophone, 2012)

Daniel Raiskin hat sich mit seiner künstlerisch unverwechselbaren Handschrift zu einem der anerkanntesten Dirigenten seiner Generation mit einem breit gefächerten Repertoire und dramaturgisch anspruchsvollen Programmen entwickelt. Er wuchs als Sohn eines Musikwissenschaftlers in St. Petersburg auf und studierte dort an der renommierten Hochschule sowie in Amsterdam und in Freiburg. Raiskin widmete sich zunächst der Geige und Bratsche und begann zugleich die Ausbildung zum Dirigenten bei Lev Savich. Weitere wichtige Impulse erhielt er von seinen Lehrern Milan Horvat, Mariss Jansons, Neeme Järvi, Woldemar Nelson und Jorma Panula.

Seit August 2018 ist Daniel Raiskin Music Director des Winnipeg Symphony Orchestra und seit der Saison 17/18 Erster Gastdirigent beim Belgrade Philharmonic Orchestra sowie künstlerischer Partner beim Kammerorchester St. Michael Strings in Finnland. Als Gastdirigent wird er in dieser Spielzeit mit Wiedereinladungen u.a. beim Netherlands Symphony Orchestra und beim Orquesta Clásica Santa Cecilia zu erleben sein. Darüber hinaus gibt er sein Debüt beim St. Petersburg Philharmonic Symphony Orchestra.

In der Saison 17/18 war Daniel Raiskin zudem Erster Gastdirigent beim Orquesta Sinfónica de Tenerife, von 2005 bis 2016 Chefdirigent bei der Rheinischen Philharmonie Koblenz sowie von 2008 bis 2015 in gleicher Position bei der Artur-Rubinstein-Philharmonie in Lódz. 

Des Weiteren gastiert er regelmäßig bei namhaften Orchestern wie Athens State Orchestra, Estonian National Symphony Orchestra, Hong Kong Sinfonietta, Iceland Symphony Orchestra, Japan Century Symphony Orchestra, Mariinsky Orchestra, Moscow Philharmonic Orchestra, National Symphony Orchestra Taiwan, NFM Wroclaw Philharmonic, Orchestre National de Belgique, Orchestre National de Lyon, Orquesta Clásica Santa Caecilia, Orquesta Sinfónica Nacional de México, Osaka Philharmonic Orchestra, RTV Slovenia Symphony Orchestra, San Antonio Symphony, Slovenska Filharmonia Bratislava, State Academic Symphony of Russia „Svetlanov“, Stuttgarter Philharmoniker und Swedish Chamber Orchestra. 

Im Opernbereich widmete sich Daniel Raiskin zum Beispiel Produktionen wie Carmenunter der Regie von Calixto Bieito an der niederländischen Opera Zuid und am Theater Koblenz, wo er auch Dimitri Schostakowitschs Nasedirigierte. Ihm oblag das Dirigat der gefeierten Inszenierung von Mozarts Don Giovannibei den Opernfestspielen 2011 im österreichischen St. Margarethen.

Daniel Raiskin arbeitet regelmäßig mit bedeutenden Solisten zusammen, darunter Emanuel Ax, Nelson Freire, Martin Fröst, Alban Gerhardt, Vadim Gluzman, Natalia Gutman, Kari Kriikku, Lang Lang, Francois Leleux, Jan Lisiecki, Alexei Lubimov, Albrecht Mayer, Daniel Müller-Schott, Olli Mustonen, Steven Osborne, Julian Rachlin, Benjamin Schmid, Julian Steckel, Anna Vinnitskaya und Alexei Volodin. 

Seine Einspielungen von Schostakowitschs 4. Sinfonie und Mahlers 3. Sinfonie bei AVI Music fanden großen Anklang in der internationalen Presse. Die Mahler-Aufnahme wurde in die Jahresliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik 2014 aufgenommen. Die Einspielung der Cellokonzerte von Korngold, Bloch und Goldschmidt mit Julian Steckel wurde mit dem Echo Klassik 2012 ausgezeichnet. Weitere Aufnahmeprojekte der letzten Jahre waren ein Louis Glass Symphoniezyklus beim Label CPO, Lutosławskis Vokal-Instrumentalwerke beim Label Dux sowie die Aufnahme der Welturaufführung von Alexandre Tansmans Isaie le Prophète undPsaumes beim LabelWorld Premiere Recordings.

2018/2019

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