Orchester

Das ARPO blickt auf eine lange Tradition zurück: 1915 wurde es als Symphonie Orchester Łódź gegründet, das ARPO ist damit nach der Warschauer Nationalphilharmonie das älteste polnische Orchester.
1984 wurde das Orchester nach dem in Lodz geborenen Pianisten Arthur Rubinstein benannt. Er selber spielte mehrfach mit dem Orchester, darunter eines der letzten öffentlichen Konzerte seiner Karriere.
Das ARPO hat unter der Leitung von Dirigentenpersönlichkeiten gespielt wie Emil Młynarski, Walerian Bierdiajew, Grzegorz Fitelberg, Andrzej Markowski und Jan Krenz. Solisten, die mit dem Orchester aufgetreten sind, waren unter anderem Hermann Abendroth, Sergei Koussevitzky, Witold Małcużyński, David und Igor Oistrakh, Sviatoslav Richter, Mstislav Rostropovich, Stanisław Skrowaczewski Andrzej Bauer, Kaja Danczowska, Konstanty Andrzej Kulka, Piotr Paleczny, Władysław Kłosiewicz, Rinaldo Alessandrini und Krystian Zimerman.
Unter den Aufnahmen des Orchesters befinden sich Karol Szymanowskis Symphonie Nr. 2, Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 5, Carl Orffs Carmina Burana sowie Opernarien mit der Sopranistin Teresa Wojtaszek-Kubiak. Gemeinsam mit Henryk Czyz hat es zwei Musicalprojekte für Radio und Fernsehen realisiert. Das ARPO geht weltweit auf Tournee, von Zeit zu Zeit auch mit seinem 1959 gegründeten gemischten Chor, der von Marek Jaszczak geleitet wird und über ein Repertoire von etwa 130 Stücken verfügt.
Jedes Jahr im Sommer ist das Orchester Gastgeber des Colours of Poland Touring Festival, das Konzerte an den architektonisch und landschaftlich reizvollen Stätten der Region Lodz veranstaltet.
Seit 2010 ist Lech Dzierżanowski Intendant und Künstlerischer Leiter des ARPO. Chefdirigent ist Daniel Raiskin.

Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie beweist immer wieder, dass auch ein Konzertorchester mit einer 350-jährigen Geschichte junge und innovative Programme und Konzertformen entwickeln kann.
1654 als fürstbischöfliche Hofkapelle gegründet, kam das Orchester 1973 in die Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Aktuell gestaltet die Rheinische Philharmonie, neben ihren Verpflichtungen am Theater der Stadt Koblenz mit rund 140 Musiktheatervorstellungen, jedes Jahr zwischen 60 und 70 Konzerte. Damit ist das Orchester ein wesentlicher Teil des geistigen, künstlerischen und ge- sellschaftlichen Lebens in Rheinland-Pfalz. Tourneen innerhalb Deutschlands und im Ausland, die Teilnahme an internationalen Festivals, Funk- und CD-Produktionen bestätigen den guten Ruf des Orchesters und machen es zu einem gern gesehenen Gast in den großen Konzertsälen Deutschlands und Europas.
Insbesondere seit dem Amtsantritt des Chefdirigenten Daniel Raiskin im Jahr 2005, der das Orchester künstlerisch weiterentwickeln konnte, und mit der Wiedereinrichtung einer eigenen Intendanz zu Beginn des Jahres 2010, konnte sich das Orchester mit eigenem Profil noch deutlicher positionieren. Mit großen sinfonischen Programmen reiste das Orchester in den letzten Jahren u. a. nach Mailand, Amsterdam, Antwerpen oder Salzburg.
Auch in der Spielzeit 2011/12 stehen wieder viele Gastspiele in großen Konzertsälen an, so z. B. in der Kölner Philharmonie, im Kurhaus Wiesbaden oder bei den Meisterkonzerten in Mainz und Karlsruhe. Konzertreisen führen das Orchester u. a. nach Österreich, in die Schweiz oder wiederum nach Mailand. Die enge Zusammenarbeit mit dem Musik-Institut Koblenz ermöglicht dem Landesorchester jedoch auch in seiner Heimatstadt Koblenz große Sinfoniekonzerte mit international renommierten Künstlern wie Mischa Maisky, Alexei Volodin, Julian Rachlin, Daniel Müller-Schott und vielen anderen.
In Ergänzung zum klassischen Konzertangebot bietet die Rheinische Philharmonie mit ihrer Reihe r(h)ein:blicken & entdecken zudem ein vielfältiges konzertpädagogisches Programm für Kinder, Jugendliche und Familien, aber auch für die immer wichtiger werdende Gesellschaftsgruppe der Senioren. Zusätzlich ist es dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie durch das Jazzorchester „The Rhine Phillis Orchestra“ gelungen, auch auf diesem musikalischen Terrain neue Besucher anzusprechen.
Chefdirigent: Daniel Raiskin
Intendant: Frank Lefers
Ehrendirigent: James Lockhart